Exkursions-Bericht | ||||
ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen | ||||
Allzulange war es her, daß die Zoo-AG dem Zoo in Gelsenkirchen einen offiziellen Besuch abgestattet hatte. In vier Jahren wurden schon einige Gehege der künftigen Erlebniswelt erbaut, und nun stand der Erweiterungsteil “Alaska” wenige Wochen vor der Fertigstellung. Diese Großbaustelle wollten wir uns nicht entgehen lassen. Diese Bilder sollen die wichtigsten Eindrücke illustrieren. | ||||
Bereich 1: Der Wald. Schon hier dominieren Kunstfelsen als Kulisse, doch die bestehenden Bäume und dichte Vegetation werden im Sommer viel verdecken. Links die künftige Luchsanlage mit Trapperhütte, rechts ein Teil der Elchanlage mit umlaufenden Wassergräben in Spundwand-Bauweise. | ||||
Die weiträumige Biberanlage mit mehreren gestaffelten Becken nimmt bereits Gestalt an. Die Besucher werden die Tiere aus einer Felsgrotte heraus im Bau und unter Wasser beobachten können. | ||||
Bereich 2: Die Tundra. Das baumlose Erweiterungsgebiet wird mit Multimillionen-Aufwand in eine Alaska-Erlebniskulisse umgewandelt. Links: Die Eisbärenanlage im Rohbau, die Kunstfelsverblendungen werden gerade angebracht. Rechts: Die Eisbär- und Seelöwen-Grotte, aus der heraus man beide Tierarten durch Glas direkt und auch unter Wasser beobachten können wird. Hinten schließt sich der künftige Tunnel an. | ||||
Anschluß für den Acrylglas-Tunnel mitten durch das Robbenbecken. Die riesigen Tunnelsegmente wurden kurze Zeit später angeliefert - das Fernsehen war dabei. Rechts Blick über eine der zwei Kodiakbär-Anlagen mit Naturboden aus Erde und Kies und weiten Wasserbereichen, die natürlich noch nicht gefüllt waren. Rundherum hunderte Meter künstliche Felsen mit Überhängen und Stahl-Abweisern. | ||||
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Sicher wird der nun ZOOM genannte Ruhrzoo mit seinem neuen Erscheinungsbild nicht nur Gefallen hervorrufen. Manche Kulisse, mancher “Erlebnisbereich” wirken doch allzu vordergründig, und von einem ganzheitlichen Konzept auch für Didaktik und Artenschutz, wie es beispielsweise in Leipzig beim Umbau des Zoos konsequent umgesetzt wird, ist zumindest jetzt noch nicht viel zu merken. Man sollte aber auch nicht vergessen, welche enormen Altlasten und Investitions-Staus sich im alten Ruhrzoo angehäuft hatten, da erst die Tierhandelsfirma Ruhe, später die Stadt schlicht kein Geld hatten, den Zoo zu modernisieren. Das mögen die folgenen Bilder illustrieren - Bilder, wie sie wohl nur noch kurze Zeit zu sehen sein werden: | ||
Die Tage der alten Bärenburg, verwaist bis auf “Zwerg-Eisbärin” Antonia, und des traurigen Betonteichs der Biber sind gezählt. | ||
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Lesen Sie dazu auch die Berichte zur Eröffnung von “Alaska” in der Zoopresseschau vom 7. Juli 2005 | |||||
Nachtrag 1: Nachdem der langjährige Zoologische Leiter Dr. Wolf Gürtler bereits auf Kuratorenstatus herabgestuft wurde, ist im September 05 auch Marion Wille gekündigt worden. Wir halten dies für eine höchst beunruhigende Entwicklung. | |||||
Nachtrag 2:
Zwar haben wir den fertigen Bereich Alaska noch nicht besichtigt, aber ein ausgewiesener Raubtier-Experte hat den Zoo im Herbst 2005 besucht und uns freundlicherweise seinen Bericht zur Verfügung gestellt, den wir hier gerne veröffentlichen. | |||||
Zuletzt ergänzt am 7. 11. 2005 | |||||
Anmerkung: Die Darstellungen und Meinungen im Bericht auf dieser Seite geben nicht zwingend die aller Zoo-AG-Mitglieder wieder. | |||||
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